KI & Seo Insight
Wer entscheidet, wer zitiert wird
22.09.2026 18 min
Zusammenfassung & Show Notes
AI Overviews und AI Mode werden gern in einen Topf geworfen. Sie sind aber zwei verschiedene Dinge, und sie wählen ihre Quellen unterschiedlich aus. Eine Auswertung von 730.000 Nutzerfragen fand zwischen beiden nur 13,7 Prozent Überschneidung bei den zitierten Seiten.
In dieser Folge geht es um den Mechanismus dahinter. Er heißt Query Fan-out, Google dokumentiert ihn selbst, und er erklärt, warum ein gutes Ranking für dein Hauptkeyword längst nicht mehr genügt, um in einer KI-Antwort vorzukommen.
Dazu die Gegenprobe: Was an dieser Optimiererei wirklich belastbar ist, was nur Vermutung, und was Google selbst zum ganzen Thema sagt. Am Ende vier Schritte, mit denen du prüfst, ob deine wichtigste Seite eine Fragenlandschaft abdeckt oder nur eine Frage.
In dieser Folge geht es um den Mechanismus dahinter. Er heißt Query Fan-out, Google dokumentiert ihn selbst, und er erklärt, warum ein gutes Ranking für dein Hauptkeyword längst nicht mehr genügt, um in einer KI-Antwort vorzukommen.
Dazu die Gegenprobe: Was an dieser Optimiererei wirklich belastbar ist, was nur Vermutung, und was Google selbst zum ganzen Thema sagt. Am Ende vier Schritte, mit denen du prüfst, ob deine wichtigste Seite eine Fragenlandschaft abdeckt oder nur eine Frage.
Gut zu Wissen: KI & SEO Insights
Ein Podcast der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V. über künstliche Intelligenz, Suche und strukturierte Daten. Die Themen wechseln, zurzeit geht es um das Bewusstsein der Maschinen. Jede Folge steht für sich, du kannst also in beliebiger Reihenfolge einsteigen.
Von Brigitte E. S. Jansen. Gesprochen wird die Reihe seit zwei Jahren von einer synthetischen Stimme.
Quellen
- Google Search Central: Dokumentation zur Query-Fan-out-Technik in AI Overviews und AI Mode
- Google Search Central: Dokumentation zur Query-Fan-out-Technik in AI Overviews und AI Mode
- Seer Interactive (Februar 2026): durchschnittlich 10,7 Unterfragen pro Prompt im AI Mode unter Gemini 3, gegenüber 6,01 unter Gemini 2.5
- Ahrefs (März 2026): Auswertung von 730.000 Nutzerfragen, Zitierüberschneidung zwischen AI Mode und AI Overviews bei 13,7 Prozent
- Ahrefs: Anteil der AIO-Zitate aus den organischen Top 10 fiel von rund 76 Prozent im Juli 2025 auf 38 Prozent im März 2026
- Surfer SEO: Auswertung von 10.000 Keywords zur Zitierwahrscheinlichkeit bei Fan-out-Abdeckung
- Semrush (November 2025) und BrightEdge (2026) zur Häufigkeit von AI Overviews
- Sistrix: organische Sichtbarkeit als Voraussetzung für die Berücksichtigung als Quelle
- Google Search Central Live Zürich: Einordnung von GEO als Teildisziplin von SEO
- Rollout: AI Mode angekündigt auf der Google I/O im Mai 2025, in der EU seit 08.10.2025
Mehr von der Gesellschaft für Arbeitsmethodik
Der Verband und seine übrigen Angebote: gfaev.de
Unsere anderen Podcastreihen:
GfA – Der Podcast · Die Reihe "Das Bewusstsein der Maschinen", ausführlicher und mit mehr Theorie im Rücken: gfa-ev.com
Beyond the Algorithm (englisch) · Kybernetik und Systemtheorie, ein Denker pro Folge, geprüft an heutigen Systemen: bta.global-future-association.com
GfA Kulturwelten · Kunst, Musik und Kulturgeschichte, unter anderem eine Reihe zur Geschichte des Tango Argentino: kulturwelten.gfaev-online.com
GfA - Aktuelle und Historische Vorträge aus dem Verband: gfa-web.de
Wenn dir etwas fehlt oder dir ein Fehler auffällt, schreib uns. Einwände greifen wir in späteren Folgen auf.
Transkript
Gut zu wissen. KI und SEO Insights. Der
Podcast der Gesellschaft für
Arbeitsmethodik. Für alle, die eine
Website betreiben und wissen wollen, was
die KI-Suche wirklich für sie bedeutet,
ohne Hype und ohne Agenturdeutsch. Schön,
dass Du dabei bist. In der letzten Folge
ging es darum, dass ein Teil Deiner
Besucher weg bleibt, obwohl Deine Position
stabil ist. Und ich habe am Schluss
gesagt, wenn nur noch wenige klicken, dann
will man wenigstens vorkommen. Also in der
KI Antwort auftauchen, als eine der
Quellen, die dort genannt werden. Heute
geht es um die Frage, wer das eigentlich
entscheidet. Und ich fange mit einer Zahl
an, die mich selbst überrascht hat. als
ich sie zum ersten Mal gelesen habe. Arevs
hat im März 2026 über 730.000 Nutzerfragen
ausgewertet und dabei verglichen, welche
Seiten in den AI-Overviews zitiert werden
und welche im AI-Mode. Die Überschneidung
liegt bei 13,7%. Lass das kurz sacken. Das
sind zwei Produkte des selben
Unternehmens, auf derselben
Datengrundlage, mit derselben Technik im
Hintergrund. Und trotzdem zitieren sie zu
über 86% unterschiedliche Seiten. Das
heißt für dich zweierlei. Erstens, wenn
dir jemand erzählt, er könne dich
zuverlässig in KI-Antworten
hineinoptimieren, dann solltest du
nachfragen, in welche. Und zweitens, das
ist der freundlichere Teil. Es gibt mehr
als eine Tür. Wer bei dem einen nicht
vorkommt, kann bei dem anderen durchaus
dabei sein. Ich habe die Folge wieder in
drei Teile gegliedert. Erstens, was
AI-Overviews und AI-Mode überhaupt
voneinander unterscheidet, denn das wird
ständig durcheinander geworfen. Zweitens,
der Mechanismus dahinter, der heißt
Query-Fan-Out und den solltest du kennen,
weil er erklärt, warum Ranking und
Zitierungen auseinanderdriften. Und
drittens, was davon für deine Website
wirklich handlungsrelevant ist und was man
getrost ignorieren kann. Punkt 1. Zwei
Dinge, die ständig verwechselt werden.
Fangen wir mit dem Aufräumen an, denn hier
liegt viel Verwirrung. Die AI-Overviews,
auf Deutsch KI-Übersichten, sind der
KI-erzeugte Antwortblock oberhalb der
normalen Trefferliste. Du suchst wie
immer, du bekommst deine 10 blauen Links
wie immer, aber darüber steht jetzt eine
zusammengefasste Antwort mit ein paar
Quellenkacheln daneben. Du musst dafür
nichts tun und nichts auswählen. Das
erscheint einfach. Der AI-Mode ist etwas
anderes. Das ist ein eigener Modus, ein
eigener Reiter mit dialogfähiger
Oberfläche. Man stellt eine Frage, bekommt
eine ausführliche Antwort und kann
nachfragen. Es ist im Grunde ein Chat, der
in die Suche eingebaut wurde. Angekündigt
wurde er auf der
Google-Entwickler-Konferenz im Mai 2025.
In der EU ist er seit dem 8. Oktober 2025
verfügbar. Der praktische Unterschied ist
der, eine KI-Übersicht beantwortet deine
eine Frage etwas ausführlicher. Der
AI-Mode führt im Hintergrund gleich
mehrere zusammenhängende Recherchen durch
und baut daraus eine Empfehlung. Er ist
gedacht für komplexere Fragen, für
Vergleiche, für alles, wo man früher fünf
Tabs offen hatte. Dazu kommt eine dritte
Sache, die auch noch in der Diskussion
herumgeistert. SGE, die Search Generative
Experience. Das war die Testphase, die
Vorstufe. Wenn du irgendwo ein Artikel
über SGE liest, dann ist der
wahrscheinlich von 2023 oder 2024 und
beschreibt einen Zustand, den es so nicht
mehr gibt. Und jetzt kommt der Punkt, an
dem ich ehrlich sein muss. Wie verbreitet
das alles tatsächlich ist, darüber gehen
die Angaben weit auseinander. SamRush hat
im November 2025 gemessen, dass
KI-Übersichten bei knapp 16% der
Suchanfragen erscheinen, nach einem
Höchststand von rund 25% im Juli 2025.
BrightEdge kommt für 2026 auf 48%. Das ist
ein Unterschied um den Faktor 3, wie das
zusammengeht. Wieder unterschiedliche
Erhebungen, unterschiedliche Keyword-Sets,
unterschiedliche Länder und vermutlich
auch tatsächliche Schwankungen, denn
Google dreht an diesen Schaltern ständig.
Der Anteil ist über die Monate gestiegen
und wieder gefallen. Für dich heißt das
dasselbe wie letztes Mal. Diese Zahlen
sind Kontext, keine Aussage über deine
Suchbegriffe. Ob bei deinen Themen eine
KI-Übersicht erscheint, findest du in 20
Minuten heraus, indem du deine die
wichtigsten Begriffe selbst eingibst. Das
ist mühsam, aber es ist die einzige Zahl,
die stimmt. Punkt 2. Query Fanout oder
warum ein Keyword nicht mehr reicht. Jetzt
zum Mechanismus. Und der ist wirklich
interessant, weil er eine Menge erklärt.
Der Begriff heißt Query Fanout. Auf
Deutsch könnte man sagen, das Auffächern
der Anfrage. Und Google beschreibt das
inzwischen selbst in seiner Dokumentation
für Entwickler und Website-Betreiber. Das
ist keine Vermutung aus der SEO-Szene, das
steht dort schwarz auf weiß. Das Prinzip
geht so, du stellst eine Frage. Statt
diese eine Frage zu suchen, zerlegt das
System sie in mehrere Teilfragen, sucht
diese Teilfragen parallel und baut aus
allen Ergebnissen zusammen eine Antwort.
Ein Beispiel. Nehmen wir an, jemand fragt,
Lohnt sich ein Vereinsnewsletter noch? Ein
klassisches Suchsystem sucht nach diesen
Wörtern. Ein KI-System zerlegt das im
Hintergrund in mehrere Fragen. Wie hoch
sind Öffnungsraten bei Newslettern? Welche
Alternativen gibt es? Was kostet ein
Newsletter-Dienst? Welche rechtlichen
Anforderungen gelten? Und so weiter. Für
jede dieser Teilfragen wird gesucht und
die Antwort setzt sich aus den Ergebnissen
aller dieser Suchen zusammen. Wie viele
solcher Teilfragen es sind, hängt vom
System ab. Sehr Interactive hat das im
Februar 2026 gemessen. Im AI-Mode
entstehen unter der aktuellen
Modellversion durchschnittlich 10,7
Unterfragen pro Anfrage. Unter der
Vorgängerversion waren es 6,01. Das ist
ein Anstieg um 78 Prozent innerhalb eines
Modellwechsels. Bei Chat-GPT liegt der
Wert nach Feldbeobachtungen deutlich
niedriger, bei etwa 2 bis 3. Die Systeme
recherchieren also im Hintergrund immer
breiter. Und jetzt kommt die Konsequenz,
die für dich wichtig ist. Arefs hat
ausgewertet, woher die zitierten Quellen
einer KI-Übersicht eigentlich stammen. Im
Juli 2025 kamen noch rund 76 Prozent der
Zitate aus den organischen Top 10 für die
ursprüngliche Suchanfrage. Im März 2026
waren es nur noch 38 Prozent. Das ist eine
erhebliche Verschiebung, und sie bedeutet
Folgendes. Die Systeme greifen immer
weniger auf das zurück, was für deine
Hauptfrage gut rankt, und immer mehr auf
das, was bei diesen ganzen Teilfragen
auftaucht. Deine Seite kann also auf Platz
2 für dein Hauptkeyword stehen, und
trotzdem nicht zitiert werden. Und
umgekehrt kann eine Seite zitiert werden,
die für das Hauptkeyword gar nicht in den
Top 10 steht, weil sie eben eine der
Teilfragen besonders gut beantwortet.
Genau das ist der Grund, warum Ranking und
Sichtbarkeit auseinander driften. Es sind
nicht mehr dieselben Fragen, um die
konkurriert wird. Es gibt dazu eine
Untersuchung von Surfer, die 10.000
Suchbegriffe ausgewertet hat. Ergebnis
Seiten, die auch für die Teilfragen
ranken, werden mit deutlich höherer
Wahrscheinlichkeit in einer KI-Übersicht
zitiert als Seiten, die nur für das
Hauptkeyword gut dastehen. Die Studie
nennt einen Unterschied von 161 Prozent.
Bevor du jetzt anfängst, alle denkbaren
Teilfragen zu recherchieren, kommt aber
die Bremse. Und die stammt aus derselben
Untersuchung. Nur 27% dieser Teilfragen
bleiben gleich, wenn man dieselbe Anfrage
noch einmal stellt. Drei von vier
Teilfragen, die du heute beobachtest,
sehen morgen anders aus. Der Prozess ist
nicht deterministisch, er ist
wahrscheinlichkeitsbasiert. Das heißt, du
kannst da Du kannst dir eine Liste von
Teilfragen zusammenstellen und daraufhin
optimieren und beim nächsten Durchlauf
stellt das System einfach andere. Ich
finde, das ist eine der wichtigsten Zahlen
in diesem ganzen Themenfeld und sie wird
selten erwähnt. Denn sie unterscheidet
ziemlich klar zwischen zwei Ratschlägen.
Der eine lautet, finde heraus, welche
Teilfragen dein System stellt und
optimiere darauf. Das ist
Zeitverschwendung, weil die Grundlage sich
unter dir wegbewegt. Der andere lautet,
sorge dafür, dass dein Inhalt ein Thema in
seiner Breite abdeckt, damit er möglichst
viele mögliche Teilfragen trifft. Das ist
tragfähig, weil es unabhängig davon
funktioniert, welche Fragen im Einzelfall
gestellt werden. Der Unterschied klingt
fein, ist aber in der Praxis der
Unterschied zwischen einem
Werkzeugabonnement und ein paar Stunden
Nachdenken über die eigenen Inhalte. Noch
zwei Beobachtungen, die dir beim Schreiben
helfen. Erstens, eine KI-Übersicht zitiert
typischerweise drei bis fünf Quellen. Nach
einer Auswertung von 2026 greifen 88% auf
mindestens drei Seiten zurück und nur etwa
1% begnügt sich mit einer einzigen. Es
gibt also mehrere Plätze und man muss
nicht der eine unschlagbare Treffer sein.
Man muss unter die ersten paar brauchbaren
kommen. Zweitens, und das ist praktisch
verwertbar, ein großer Teil der Zitate
stammt aus dem vorderen Teil eines Textes.
Nach derselben Auswertung kommen 44% aller
Zitierungen aus dem ersten Drittel. Wenn
deine eigentliche Antwort also erst nach
der Einleitung, der Geschichte des Themas
und drei Absätzen Vorrede kommt, dann ist
sie schlecht platziert. Die Antwort gehört
nach oben. Was davon wirklich zählt? Damit
sind wir beim dritten Teil, und den fange
ich mit einem Dämpfer an, weil sonst ein
falscher Eindruck entsteht. All das, was
ich gerade beschrieben habe, klingt nach
einer völlig neuen Disziplin. In der
Branche kursiert dafür auch – ein eigenes
Kürzel – GEO Generative Engine
Optimization. Manche verkaufen das als
Nachfolger von SEO. Google selbst sieht
das anders. Auf einer Veranstaltung für
Website-Betreiber in Zürich hat das
Search-Team recht deutlich Position
bezogen. GEO sei allenfalls eine
Weiterentwicklung, eine Teildisziplin von
SEO. Die Grundlagen blieben identisch. Das
Ziel auch, nämlich Menschen mit
hilfreichen Inhalten zu erreichen. Und
Sistrix formuliert eine Regel, die ich für
die wichtigste dieser ganzen Folge halte.
Wer für relevante Suchanfragen organisch
nicht sichtbar ist, wird in der Regel auch
nicht als Quelle in einer KI-Übersicht
berücksichtigt. Das heißt im Klartext, die
Eintrittskarte ist nach wie vor eine
ordentliche Website, saubere Technik,
Inhalte, die eine Frage tatsächlich
beantworten, eine Struktur, die eine
Maschine lesen kann. Wer das nicht hat,
muss über Zitierungen gar nicht erst
nachdenken. Und wer es hat, ist schon zu
einem großen Teil da, wo er sein muss. Ich
sag das so ausdrücklich, weil dir gerade
von allen Seiten erzählt wird, du müsstest
jetzt etwas völlig Neues lernen. Musst du
nicht. Du musst dasselbe tun wie vorher,
nur mit einer anderen Frage im Kopf. Diese
Frage lautet nicht mehr, für welches
Keyword ranke ich, sondern deckt meine
Seite die Fragenlandschaft ab, die zu
meinem Thema gehört. Und das lässt sich
ganz praktisch prüfen. Nimm dir deine
wichtigste Seite, die von der du willst,
dass die Leute sie finden und schreib in
fünf Minuten auf, welche Fragen jemand zu
diesem Thema realistischerweise noch hat.
Nicht die eine Frage, die du beantwortest,
sondern die drumherum. Was kostet das? Wie
lange dauert das? Für wen ist das nichts?
Was ist die Alternative? Worauf muss ich
achten? Was passiert, wenn ich es falsch
mache? Wenn du acht solcher Fragen
zusammen hast, geh die Seite durch und
schau, welche davon dort beantwortet
werden. Meistens sind es zwei oder drei,
die anderen fünf sind deine Arbeitsliste.
Und dann kommt die zweite Entscheidung,
die genauso wichtig ist. Nicht jede dieser
Fragen gehört auf dieselbe Seite. Manche
sind ein Absatz. Manche sind ein eigener
Beitrag. Manche gehören in einen kurzen
Frage- und Antwortteil am Ende. Wenn du
alles in einen Text stopfst, entsteht ein
unlesbares Ungetüm und dann hast du dem
Menschen geschadet, um der Maschine zu
gefallen. Das ist immer ein schlechter
Tausch. Was ich dir außerdem raten würde,
miss die Plattform getrennt. Wir haben am
Anfang gesehen, dass AI-Overviews und
AI-Mode zu über 86% unterschiedliche
Quellen zitieren. Bei Chat G, P, T und
Perplexity sieht es noch einmal anders
aus, weil diese Systeme andere Modelle,
andere Vorgaben und andere Datenquellen
nutzen. Es gibt keine einzelne Zahl für
meine KI-Sichtbarkeit. Es gibt vier oder
fünf verschiedene Bilder und die musst du
getrennt anschauen. Für eine kleine
Website heißt das nicht, dass du jetzt
fünf Werkzeuge brauchst. Es heißt, wenn du
deine Stichprobe machst, dann mach sie
zweimal. Einmal bei Google, einmal bei
einem der Chatdienste. Wenn die Ergebnisse
weit auseinander gehen, ist das normal und
kein Fehler. Und ein letzter Gedanke, der
mir wichtig ist. Es gibt bei diesem Thema
eine Versuchung, der man leicht erliegt,
alles auf die Maschine auszurichten.
Antwortblöcke oben, kurze Sätze, Fakten in
Listen, überall Definition. Man kann Texte
so schreiben, dass eine KI sie mühelos
zerlegen kann, und dann liest sie kein
Mensch mehr, freiwillig. Ich glaube, der
bessere Weg ist ein anderer. Wenn dein
Text tatsächlich die Fragen beantwortet,
die jemand hat, vollständig und klar und
in vernünftiger Reihenfolge, dann ist er
auch für eine Maschine gut zu verwerten.
Der umgekehrte Weg funktioniert nicht. Ein
Text, der nur für Maschinen gebaut ist,
überzeugt am Ende keinen Menschen, der
doch klickt. Und das sind immer noch
genug. Checkliste Vier Dinge zum
Mitnehmen. Erstens, prüf, ob bei deinen
wichtigsten Begriffen überhaupt eine
KI-Übersicht erscheint. Die
veröffentlichten Häufigkeiten schwanken
zwischen 16 und 48 Prozent, also sagen sie
über deine Themen wenig aus. Zweitens,
schau bei deiner wichtigsten Seite nach,
ob die eigentliche Antwort im ersten
Drittel steht oder erst nach der Vorrede.
Drittens, schreib zu deinem Hauptthema
acht Fragen auf, die jemand außerdem hat
und markiere, welche deine Seite
beantwortet. Der Rest ist deine
Arbeitsliste aufgeteilt in Absätze, eigene
Beiträge und kurze Antworten am
Seitenende. Und viertens, mach deine
Stichprobe zweimal bei Google und bei
einem Chatdienst. Unterschiedliche
Ergebnisse sind normal. Ausblick In der
nächsten Folge wird es technischer, aber
auf die angenehme Art. Wir räumen
strukturierte Daten auf. Also die
Auszeichnungen im Quelltext, mit denen du
einer Maschine mitteilst, was auf deiner
Seite eigentlich steht. Bei den meisten
Websites liegt dort altes Zeug herum, das
seit Jahren niemand angeschaut hat. Und
das Aufräumen dauert weniger lang, als du
denkst. Das war's für heute. Wenn dir die
Folge weitergeholfen hat, abonniere die
Reihe. Dann verpasst du die nächste nicht.
Alle Folgen findest du auf GFAEF.eu. Und
wer noch tiefer einsteigen will, die GFA
hat da noch ein paar andere Reihen, hör
dich einfach mal um. Geschrieben von
Brigitte E.S. Jansen, mit Unterstützung
von Künstlicher Intelligenz, gesprochen
von einer KI-Stimme. Bis zum nächsten Mal.
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